Informationen zum Mittelaltermarkt 2018

Obwohl die kleinste pfälzische Stadt Obermoschel am 09. und 10. Juni bereits zum 19. Mal zu ihrem mittelalterlichen Burgspektakel einlädt, hat diese Veranstaltung nichts von ihrem Reiz eingebüßt.
Wer den steilen Anstieg zur Moschellandsburg erst zur Fuß oder mit dem Auto erklommen hat, der weiß, warum sich die Anreise lohnt. Fernab vom alltäglichen Lärm und Trubel thront die einst mächtige Burganlage seit 1000 Jahren hoch über der malerischen Nordpfalz und man spürt bei diesem Anblick sofort die Entschleunigung.

Wer das große Feldlager unterhalb der Festung betritt, fühlt sich schlagartig in eine andere Zeit versetzt, denn nichts Neuartiges verstellt den Blick.
Unmittelbar nach dem Einlass sind bereits die Kinder gefordert, das kniffelige Suchrätsel zu lösen, denn nur wer die auf dem ganzen Gelände verteilten Buchstaben des Lösungswortes findet, bekommt zur Belohnung einen kleinen Preis.

In der Zeltstadt tummeln sich Gruppen hochmittelalterlicher Ritter, frühmittelalterliche Normannen und Kreuzfahrer sind vertreten und auch wilde Wikingerhorden bevölkern den Markt.
In den Lagern wird über offenem Feuer gekocht, es werden alte Handwerke ausgeübt und immer wieder greifen die Kämpfer der verschiedenen Epochen zu den Waffen, um zu üben oder um sich in der Feldschlacht entgegenzutreten.
Fragen werden gerne beantwortet und die Lager werden den Besuchern bereitwillig gezeigt und erklärt. Am Samstag findet wieder das traditionelle Bogenturnier mit Teilnehmern aus allen Lagern statt, dessen Sieger am Abend geehrt wird.
In der gesamten Burganlage haben Händler und Handwerker ihre Stände aufgebaut. Man kann dem Lederer zuschauen, der Taschen nach historischen Funden macht, eine Punziererin stellt ihr ausgefallenes Handwerk dar und selbst ein Tätowierer zeigt, wie der Hautschmuck zu Zeiten der Wikinger unter die Haut gebracht wurde.
Wer sich von den vielen Eindrücken erholen möchte, den lädt der Burghof mit seinen schattenspendenden Bäumen zum Verweilen ein.
Hier gibt es Speis und Trank für jeden Geschmack. Egal ob Fleisch, Fisch, herzhaft oder Süß, hier bleibt niemand hungrig.
Wen der Durst quält kann zwischen Wein, Bier, Met, oder Brause wählen. Auch die beliebten hausgemachten Kuchen und belebender Kaffee dürfen da natürlich nicht fehlen.
Der Gaukler unterhält das Volk, während der Märchenerzähler in einer ruhigen Ecke Jung und Alt in seinen Bann zieht. Immer wieder hört man die Musikanten mit ihren mittelalterlichen Instrumenten, die mal hier mal dort aufspielen.
Samstags, nach Einbruch der Dunkelheit, ist die gesamte Burg dann nur noch in das Licht von Fackeln und Kerzen getaucht. Dann führt der Herold den Fackelzug vom Lager zum Burghof hinauf, wo die Gruppe „Feuerplanet“ im Zusammenspiel mit „Spectaculatius“ die Gäste wieder mit ihrer Feuerschau in den Bann ziehen werden.
Auch die Feldschlachten an beiden Tagen zählen zu den Höhepunkten des Marktverlaufs, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
 
Der Markt öffnet seine Pforten samstags um 11.00 – bis Mitternacht und sonntags von 10.00 – 20.00h. Ausreichend Parkplätze gibt es direkt unterhalb der Burg. Besucher zahlen 6,-€, Kinder bis 14 Jahre und Gewandete zahlen 3,-€, außerdem gibt es auch Wochenendtickets. Kinder bis zum Schwertmaß zahlen nichts!